Laren der Villa Massimo
Die „Laren der Villa Massimo“
von Ludwig Harig
mit Zeichnungen von Hans Dahlem
Ein ganz besonderer Schatz aus dem Antiquariat, einer der Funde, die man stolz nach Hause trägt.
Es ist ein sozusagen doppeltes Römisches Tagebuch, bei dem sich Impressionen von Ludwig Harig mit den Skizzen seines Freundes Hans Dahlem abwechseln. Über beider Freundschaft, über das Warum und Wie des Aufenthalts von Ludwig Harig in der Villa Massimo 1984 in Rom und des Besuchs seines Freundes Hans Dahlem dort weiß ich nichts, und man muss auch gar nichts dazu wissen, um sich von den Tagebucheinträgen und Zeichnungen verzaubern zu lassen.
44 Zeichnungen begleiten die Tagebucheinträge durch den halben September, den ganzen Oktober und den Anfang des November 1984.
Es ist ein faszinierender Gleichklang, denn so, wie Hans Dahlem mit sparsamen, fließenden Strichen Anblicke aus den Straßen und der Umgebung Roms entstehen lässt, so skizzenhaft berichtet auch Ludwig Harig in dahingeworfenen Sätzen kleine und kleinste Erlebnisse von den Besuchen römischer Stätten. Zwischen Text und Zeichnung entsteht ein Zwiegespräch zweier Freunde über einen offenbar wunderschönen Herbst.
Es fällt mir schwer, meinen Lieblingstext oder die für mich schönste Zeichnung auszuwählen. Doch zum amüsanten Tagebucheintrag vom 20. Oktober gibt es gleich zwei passende Zeichnungen von Hans Dahlem, und diesen möchte ich ganz vorlesen und die beiden Zeichnungen dazu zeigen. Die erste Zeichnung zeigt die Casa Marina Astrologica, die Entstehung der zweiten Zeichnung erlebt man sozusagen im Text mit.
Von Birgit Herold


