Das Ludwig-Harig-Stipendium wird seit 2019 jährlich vom Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes vergeben. Es würdigt das Lebenswerk des saarländischen Schriftstellers Ludwig Harig (1927–2018) und fördert gezielt Nachwuchsautorinnen und -autoren.
Das Stipendium im Überblick
| Dotierung | 10.000 Euro, davon 3.000 Euro zweckgebundener Publikationszuschuss |
|---|---|
| Förderart | Auf zwei Jahre befristetes Reise- und Recherchestipendium |
| Zielgruppe | Nachwuchsautorinnen und -autoren mit höchstens drei eigenständigen Veröffentlichungen (Kinder- und Jugendliteratur ausgenommen) |
| Region | Herkunft aus der Großregion (Saarland, Lothringen, Luxemburg, Elsass, Wallonie, Rheinland-Pfalz) oder ein Projekt mit thematischem Bezug zu ihr |
Weil das Stipendium auf zwei Jahre angelegt ist, überschneiden sich die Arbeitszeiträume der Geförderten. Bekannt gegeben wird meist im Sommer, die feierliche Übergabe findet traditionell im November im Saarländischen Künstlerhaus in Saarbrücken statt.
Die Preisträgerinnen und Preisträger
| Jahr | Preisträger:in | Projekt |
|---|---|---|
| 2026 | Pascal Richmann | „Pech haben“ – die Geschichte der Erdölförderung im Elsass, verknüpft mit Fragen nach Klimawandel und Fortschritt |
| 2025 | paula van well (Neuwied) | Literarisches Projekt über menschliche Beziehungen und die Folgen familiärer Traumata; die Jury würdigte die sprachliche Präzision und die Auseinandersetzung mit über Generationen weitergegebenen Gewalterfahrungen |
| 2024 | Esther Vorwerk | Transgenerationelles Familienprojekt über Schuld und Nationalsozialismus |
| 2023 | Natalie Buchholz (Schiltigheim, Frankreich) | Deutsch-französisches Romanprojekt „Das Kamel“ (Arbeitstitel) über eine nach außen intakte, tatsächlich tief erschütterte bürgerliche Familie |
| 2022 | Gisela Hinsberger und Bernd Nixdorf | Ausnahmsweise geteilt; u. a. Romanprojekt „Montblanc“ (Hinsberger) |
| 2021 | Martina Kieninger | „Rimbauds Holzbein oder Die große Schlacht von Saarbrücken“ |
| 2020 | Keine reguläre Vergabe (pandemiebedingte Verschiebung) | |
| 2019 | Verena Boos | Romanprojekt „Nonette“, ein deutsch-deutsches Familienepos |
Verleihung 2026
Die öffentliche Übergabe an Pascal Richmann findet am Dienstag, 17. November 2026, von 18 bis 20 Uhr im Saarländischen Künstlerhaus Saarbrücken (Karlstraße 1, 66111 Saarbrücken) statt. Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind herzlich eingeladen.